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augenoptik + optometrie

Siehst du nur oder blickst du durch?

Sollte man manchmal die Welt anders sehen?   

Oft müssen wir nicht das verändern, was wir sehen, sondern nur die
Art, in der wir es betrachten

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Rienhelfoge die Bcuhtsbaen in eniem Wrot sehten, das enizg Wcihitge dbaei ist,
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Bölsdinn sien und Sie knöenn es tortzedm onhe Porbelme lseen. Das ghet dseahlb, weil wir nchit Bcuhtsbae für Bcuhtsbae enizlen lseen, snodren Wröetr
als Gnaezs.

(Einfach drauflos lesen, auch wenn es komisch aussieht)



Sehen und Wahrnehmen

Der Mensch verfügt über fünf Sinnesorgane mit denen er in der Lage ist mit seiner Umwelt in Kontakt zu treten, bzw. seine
Umwelt wahr zu nehmen. Das Sehen ist wahrscheinlich ein rein chemisch-physikalischer Vorgang. Das Wahrnehmen
hingegen ist ein extrem komplexes Geschehen, das manchmal in mehr als 50% unseres Gehirnes nachgewiesen werden
kann, ist also quasi ein geistig-psychologischer Vorgang.



            

Dass diese Wahrnehmung ausserordentlich subjektiv ist, ist ebenfalls kein Geheimnis: Jeder nimmt das Geschehen um sich
herum anders wahr, ein Grund, weshalb Zeugenaussagen immer so unterschiedlich ausfallen.

60% aller Nervenfasern in unserem Körper sind irgendwo mit dem optischen System verschaltet! 80% aller Lernvorgänge
geschehen visuell! Der Sehnerv hat 1 Mio. Nervenfasern, der Hörnerv "nur" 40'000. Es ist also tatsächlich so, dass unser
Sehsystem eine gewisse Wichtigkeit hat, und sich auch die Bewusstseinslage, Unwohlsein, Krankheit, Hormonschwank-
ungen und Stoffwechsel auf die Sehqualität auswirken können.

Das Auge entsteht während der Embryonalentwicklung als eine Ausstülpung des Gehirns. Das Auge (bzw. die Netzhaut)
ist also ein Teil des Gehirns! Daher werden die Nervenimpulse, die durch das einfallende Licht in den Sinneszellen (Photo-
rezeptoren) der Netzhaut entstehen, bereits in der Netzhaut (vor-)verarbeitet, d.h. nur tatsächlich wichtige Informationen
werden an höhere Hirnteile über den Sehnerv weitergeleitet.

Auch in diesen höheren Hirnarealen werden diese Nervenimpulse weiter verarbeitet, d.h. z.B. mit anderen Sinneseindrücken,
Emotionen und Erfahrungen verglichen. Diese unbewussten Vorgänge dienen dem Gehirn dazu, nur wirklich wichtige Inform-
ationen (bzw. solche Informationen, die das Gehirn für wichtig erachtet) bewusst werden zu lassen.

 



Der etwas andere Sehtest

(Sehen Sie auf die Abbildung und sagen laut die Farbe -
nicht das Wort!!!)


Die Lösung: Na, Schwierigkeiten gehabt?

Das war ein klassischer LINKS-RECHTS-Konflikt. Ihre linke
Gehirnhälfte versucht, die Farbe zu sagen, aber die rechte
Gehirnhälfte besteht darauf, das Wort auszusprechen.


 


Wir sehen die Dinge nicht wie sie sind - wir sehen sie wie wir sind.
(Talmud)

Am Beispiel einer Zaubervorstellung kann man sich diesen Vorgang veranschaulichen: Wir nehmen zwar alle Vorgänge wahr,
also auch den Trick, den der Zauberer zu unserer Täuschung durchführt, aber da unser Gehirn keine Erfahrung in „Zauber-
sachen“ hat, wird uns nur bewusst, was unser Gehirn als wichtig erachtet hat, z.B. ein lauter Knall aus dem Zauberstab.

Die Zellschichten der Netzhaut ermöglichen Detail- und Formsehen, Bewegungssehen und Farbwahrnehmung. Solche
Informationen gelangen von der Netzhaut über den Sehnerv zunächst an eine andere Stelle des Gehirns, den lateralen
Kniehöcker. Von dort aus gehen die visuellen Informationen weiter zur Sehrinde. In der Sehrinde werden dann die eingehen-
den Nervenimpulse weiter verglichen und kombiniert. Hierin gehen nicht nur aktuelle Informationen ein, auch alte Erlebnisse
aus dem Gedächtnis kommen hinzu. Zu den Daten aus dem Gedächtnis gehört etwa die Annahme, dass bewegte Objekte
meist ihre Bewegungsrichtung beibehalten und auch vorhersehen lassen, welche Ausschnitte des Hintergrundes sie
verdecken werden. Optische Täuschungen beruhen auf diesen Vorannahmen.