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augenoptik + optometrie

Siehst du nur oder blickst du durch?

Fehlsichtigkeiten (Ametropien)  

Zwei Drittel der Deutschen sind fehlsichtig! 

Für einen normalsichtigen Menschen bedeutet die Aussage, "er sieht scharf", dass
die Sehinstrumente: Auge, Hornhaut, Linse so gut aufeinander abgestimmt sind,
dass die Umwelt klar, kontrastreich und scharf auf dem Augenhintergrund, besser
auf der Netzhaut, abgebildet wird. Von der Netzhaut werden die Bilder als Nervern-
impulse über den Sehnerv an das Gehirn weiter geleitet.
 

Besteht nun eine Fehlsichtigkeit, so sind diese Bilder unscharf. Ähnliches beobachten wir bei einer Kamera, wenn hier
die Brennweite nicht korrekt eingestellt ist erhalten wir unscharfe Bilder. Am menschlichen Auge kann dieser Fehler in
den allermeisten Fällen durch eine Brille oder Kontaktlinsen ausgeglichen werden, auf der Netzhaut werden dann wieder
scharfe Bilder abgebildet.

Eine Fehlsichtigkeit ist keine Krankheit - die geheilt wird - sondern ein optisch-physiologischer Fehlzustand der
Augen.
Wenn ein ,,Sehtest" ansteht, eine neue Brille benötigt wird oder Probleme mit dem Sehen bzw. mit den Augen auftreten, so stellt sich die Frage: „Wer ist der richtige Ansprechpartner für gutes Sehen?“




Es gibt verschiedene Formen der Fehlsichtigkeiten:

  • Kurzsichtigkeit (Myopie)
    Weit entfernte Objekte werden nicht mehr scharf gesehen. Nahe gelegene Objekte werden jedoch scharf gesehen.
    Zur Korrektur wird ein Brillenglas mit einem negativen Dioptrienwert verwendet.

  • Über- bzw. Weitsichtigkeit (Hyperopie)
    Weitentfernte Objekte werden unter Umständen scharf gesehen. Eine Weitsichtigkeit kann bis zu einem gewissen
    Umfang durch Akkomodation (Formveränderung der Linse) ausgeglichen werden. Diese Fähigkeit der Linse nimmt
    jedoch mit zunehmendem Alter ab, was zu Beschwerden führt (z.B. Kopfschmerzen) wegen zu starker Belastung
    des Ziliiarmuskels. Zur Korrektur wird ein Brillenglas mit einem positivem Dioptrienwert verwendet.

  • Alterssichtigkeit (Presbyopie)
    Mit zunehmendem Alter lässt sich die Fähigkeit des Auges, sich auf kurze Entfernungen einzustellen, nach.
    Symptome können sein: verschwommenes Sehen in der Nähe, Kopfschmerzen, Augenbrennen mit Tränenfluss oder
    Verlängerung der Leseentfernung (die Arme werden zu kurz). Dieser Prozess setzt meist in einem Alter zwischen
    40 und 45 Jahren ein.

  • Schwachsichtigkeit (Amblyopie)
    Diese Fehlsichtigkeiten sind entweder angeboren oder die Folge krankhafter Veränderungen des Sehapparates
    (Augapfel, Sehnerv, Sehzentrum). Zur Verbesserung der Sehleistung werden vergrößernde Sehhilfen, wie Lupen,
    Fernrohrlupenbrillen, Bildschirm-Lesegeräte usw., angepasst.

  • Linsenlosigkeit (Aphakie)
    Grauer Star (Katarakt) nennt man die Erkrankung, bei der die Augenlinse altersbedingt oder durch Krankheit trüb
    wird. Moderne Operations-Verfahren ermöglichen das Einsetzen einer künstlichen Augenlinse (Pseudoaphakie).
    Nach einer Operation ist meist nur eine schwache Brillenkorrektur als Folge der Vernarbung der Hornhaut erforderlich.

  • Sphärische Fehlsichtigkeit
    Ein Auge mit einer sphärischen Fehlsichtigkeit hat, wie bei einer Kugel, in jedem Schnitt die selbe Krümmung,
    die gleichen brechenden Eigenschaften. Zur Korrektur wird ein sphärisches Brillenglas verwendet.

  • Astigmatische Fehlsichtigkeit
    Astigmatismus, oder auch Stabsichtigkeit, bedeutet: ein Punkt wird nicht als Punkt abgebildet, sondern eher als
    Strich (Stab). Zur Korrektur wird ein Brillenglas verwendet, welches als astigmatisches, zylindrisches oder torisches
    Brillenglas bezeichnet wird.

  • Prismatische Fehlsichtigkeit
    Zum Fixieren eines Punktes muss das Augenpaar beide Augenachsen auf den entsprechenden Punkt richten.
    Sehr häufig weichen die Augachsen von der Normalstellung um einen gewissen Winkelbetrag ab. Das Augenpaar
    kann durch Anspannung entsprechender Augenmuskeln ausgerichtet werden, bzw. die nicht deckungsgleichen Bilder
    der beiden Auge können durch Kompensation im Sehzentrum vereint werden. Diese andauernde Belastung kann zu
    erheblichen Beschwerden führen (Kopfschmerzen, zeitweises Doppelsehen). Zur Korrektur dieser Fehlsichtigkeit wird
    ein prismatisches Brillenglas verwendet.